Vejrø – eine Privatinsel

Seit sechs Jahren gehört die kleine Insel Vejrø im Smalandsfahrwasser einem dänischen Bankier. Wer die Insel besucht, sieht sofort, was er daraus gemacht hat: ein kleines Paradies

Zwei Feldhasen jagen über das stoppelige Feld, dahinter schäumt die Ostsee sanft an einen wilden, menschenleeren Strand. Nur ein paar Seegrasbüschel liegen im watteweichen Sand und ein bisschen angeschwemmtes Holz. Keine Menschenseele in Sicht. Nur ein Rehbock hebt in der Ferne seinen Kopf aus einem Feld.

„It’s a beautiful place“, sagt Susanne Bang. Sie lächelt versonnen und lässt ihren Blick über das trockene Gras wandern, das sich in einer schnurgeraden Piste am Meer entlangzieht. Weit hinten wendet ein kleines weißes Motorflugzeug. Susanne Bang, ungefähr Anfang fünfzig und sehr hager, verfolgt, wie der kleine Flieger Schwung nimmt und kurz vor ihr in den sommerblauen Himmel abhebt, „Vejrø ist nur per Privatflugzeug zu erreichen und mit unserem Bootsshuttle“, sagt sie. Und dann erzählt sie weiter: Von der kleinen Insel, die hier im dänischen Inselmeer zwischen Seeland und Lolland schwimmt, und die seit sechs Jahren dem dänischen Bankier Kim Fournais gehört.

Eigentlich könnte die Geschichte an diesem Punkt uninteressant werden, ja, geradezu langweilig. Wer will schon Details darüber lesen, was ein Banker aus seinem Flecken Land macht? Doch wer seinen Fuß auf das kleine Eiland zwischen Seeland, Lolland und Fünen setzt, schiebt derlei Gedanken schnell beiseite. Denn man sieht sofort: Vejrø wird mit viel Liebe gestaltet. …

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