Schlagwort-Archive: Exotik

Kapverden: Afrika für Anfänger

15 Inseln gehören zu den Kapverden, sie schwimmen vor der westlichen Küste Afrikas im Atlantik und sind schroff und überwiegend unerschlossen

Sie sitzt auf ihrem kleinen Hocker, die Füße in Flipflops, ein buntes Tuch um die Hüfte geschlungen, in der Hand ein spitzes Messer, mit dem sie auf die große Plastikwanne zu ihren Füßen deutet. Ein breites Lächeln huscht über ihr Gesicht, sie stämmt ihren massigen Körper in die Höhe, „que deseja?“, fragt sie, was möchten sie? Zur Auswahl stehen gepökelte Fliegende Fische und Thunfische, ebenfalls getrocknet und mit einer Salzkruste überzogen.

Die Thunfische hat ihr Mann in der Nacht gefangen, erzählt die dunkelhäutige Mittvierzigerin später, sie ziehen durch die Meerengen zwischen den Inseln und gehen den einheimischen Fischern ins Netz. Doch für Europäer ist der Anblick der steifen, trockenen Fische gewöhnungsbedüftig, die meisten gehen vorüber, schlendern weiter, die Hauptstraße von Porto de Tarrafal entlang auf der Insel Sao Nicolau, im Norden des Archipels.

Die Cabo Verde (übersetzt: das grüne Kap) vor Westafrika bestehen aus 15 Inseln, nur neun sind bewohnt und alle sind ganz unterschiedlich: Manche sind grün und hoch und von üppiger Vegetation überwuchert, andere sind trocken und staubig und seit Jahren ohne Regen. Es gibt Inseln mit pechschwarzen Stränden und welche, deren Ufer weiße Traumstrände säumen. Es gibt Dörfer, in denen die Uhren schon seit Jahren stehen geblieben zu sein scheinen und solche, in denen sich Urlauber tummeln. …

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Segeln: British Virgin Islands

Die (BVI’s) gelten als das beliebteste Segelrevier der Karibik. Auf der einen Seite brandet der Atlantische Ozean, auf der anderen plätschert das Karibische Meer

Beim Anflug mit der kleinen Propellermaschine sieht man sie als verstreute grüne Tupfer im tiefdunkelblauen Meer. Mal groß und bergig, mal klein und hügelig, mal winzig und flach. Auf einigen wuchern Mangroven bis ans Ufer, andere sind umgeben von Korallenbänken. Fast alle zieren weiße Sandstrände und vom Passatwind gebogene Palmen. Über 60 Inseln zählen zu den British Virgin Islands (kurz: BVI’s), zu dieser kleinen, britischen Kolonie, auf der die englische Königin Staatsoberhaupt ist.

Über 700 Charteryachten kreuzen durch den winzigen Staat, so viele wie in keinem anderen Karibikrevier. Viele von den Booten sind mit Skipper und Köchin unterwegs, die den Gästen die Arbeit abnehmen.

So wie David und Dawn Shawn aus England. Sie segeln für den weltgrößten Charteranbieter Moorings einen 15 Meter langen und sieben Meter breiten Katamaran und haben Platz für bis zu sechs Gäste. David kennt das Revier seit 16 Jahren, er weiß, warum gerade diese kleine Inselgruppe so angesagt ist: „Die BVI’s erfüllen alle Erwartungen und Wünsche an ein tropisches Traumrevier“, sagt er, „Bilderbuchstrände sind hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel.“ Dazu gelten die Inseln als geradezu ideal für Segeleinsteiger. „Die Distanzen sind kurz, die Gewässer vor den großen Atlantikwellen geschützt und die Infrastruktur ist für segelnde Besucher enorm abwechslungsreich“, bringt er die Trümpfe der BVI’s auf den Punkt. …

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Belize – zum Stranden schön

Sind Sie reif für 175 Inseln? Dann sollten Sie unbedingt nach Belize fliegen. Das kleine mittelamerikanische Land bietet einen Karibik-Cocktail, der süchtig macht

Es ist alles nur eine Frage der Zeit. Bis sich der Sand zwischen die Zehen gesetzt und das Salz auf die Haut gelegt hat. Bis das badewannenwarme Meer einen in den Zustand willenloser Döserei geschaukelt hat und das Leben wunderbar ist und gar nicht mehr schwer. Und nur noch Fragen zählen wie diese: Esse ich heute abend Lobster? Kreolischen Kokosnußreis? Oder lieber doch Trompetenmuscheln?

Bei streßgeplagten Europäern dauert es meist nur wenige Minuten, bis Belize sie eingehüllt hat mit dem perfekten Karibik-Glück. Denn in dem Land, das an Mexiko und Guatemala grenzt, scheinen Ruhe und Entspannung oberstes Verfassungsziel zu sein – auch im politischen Alltag. Unterdrückung und Korruption im großen Stil, die Geißeln mancher Nachbarstaaten, sind im früher British-Honduras genannten Belize unbekannt. Seit dem Unabhängigkeitstag, dem 21. September 1981, gilt die einzigste englischsprachige Enklave Mittelamerikas neben Costa Rica als Musterdemokratie der Region. Und als Vorbild für Umweltbewußtsein: 40 Prozent der spektakulären Landschaft wurden in den letzten 30 Jahren unter Naturschutz gestellt. Belize setzt auf sanften Tourismus, auf kleine Resorts statt auf große Hotelburgen.

Am besten läßt sich das auf den Cayes (gesprochen: “kiiis”) beobachten, auf kleinen, von Wasser umspülten, sandigen Inselchen. 175 davon schwimmen vor der Küste in der endlosen Weite des Karibischen Meeres, Tobacco Caye zum Beispiel …

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