Portugals wilder Westen

Eine 200 Kilometer lange Küstenlinie und fast 100 Strände: Die portugiesische Algarve und die benachbarte Region namens Alentejo sind echte Bade- und Surfparadiese. Man muss nur die richtigen Ecken und Strände kennen. Eine Familienreportage

Sonne und Strand – das ergibt zusammen einen wunderbaren Familienurlaub. Das ist ein Gesetz, tausendfach, nein, millionenfach überprüft. „Man kann mit Portugal gar nicht falsch liegen“, hatte mein Mann Micha argumentiert, „da scheint nämlich ununterbrochen die Sonne und es gibt Strände in Hülle und Fülle.“

Andererseits: Die Algarve soll ziemlich voll sein. Handtuch an Handtuch schmoren die Urlauber an den Stränden, heißt es, „und da sollen wir hinfahren?“ Mein Mann hatte abgewunken, wie Männer gern mal abwinken. „Ich kenne mich da aus“, hatte er gesagt, „ich weiß, welche Strände schön sind.“ Jetzt, Monate später, steuern wir einen jener Strände an, heiße, salzige Luft strömt ins Wageninnere, Johannisbrotbäume flitzen am Fenster vorbei, „ich höre das Meer rauschen!“, freut sich Jakob (7). Und Nora (10) und Tim (13) stellen die Frage aller Fragen: „Wann sind wir da?“

Portugals Algarve macht die Antwort leicht, denn: Der nächste Strand ist nie weit entfernt. Insgesamt 95 sandige Abschnitte verteilen sich auf die 200 Kilometer Küstenlinie, einer davon: Der Praia da Marinha ganz in der Nähe unseres Feriendomizils in Carvoeiro, zwei sandige Nischen, die eingerahmt sind von hochhaushohen Felswänden. Kleine Wellen schwappen auf goldgelben Sand. Wir sehen Fische auseinanderstieben, sammeln Muscheln und planschen stundenlang im erfrischenden Meer. …

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