Slowenien:Piran

Die malerische Kleinstadt Piran an der Adriaküste gilt noch als Geheimtipp 

Am besten, man geht frühmorgens hin, wenn die Sonne noch tief steht und die Luft zwischen den großen alten Häusern noch kühl ist. Dann sind die Männer an den Marktständen noch frisch und wohlgelaunt. „Die müssen Sie probieren“, sagt Marjan, ein Mittfünfziger mit graumeliertem, krausen Bart und schneidet eine Orange auf. Der Saft tropft auf das braun lackierte Holz, er hält eine Hälfte hin, sagt, „schließen Sie die Augen und schmecken Sie!“ und tupft sich die Hände ab. Danach löffelt er eine Avocado aus, und schwärmt weiter: „Das alles ist unter unserer Sonne gereift!“

Morgens steht Marjan auf dem Marktplatz von Piran an einem der 15 Holzstände, fünf, sechs Tage die Woche verkauft er hier, was rund um sein Haus wächst, Orangen, Avocados und Zitronen, Gurken und Salatköpfe, auf denen noch der Morgentau glitzert. Die meisten Kunden kenne er sein Leben lang, sagt er, die meisten sind Einheimische, im Sommer allerdings mischen sich mehr und mehr Touristen darunter.

Dabei ist Piran noch gar nicht richtig verzeichnet auf der touristischen Landkarte. Eigentlich ist dieser kleine Küstenort an der gerade mal 46 Kilometer langen Küstenlinie Sloweniens noch weitgehend unbekannt, viel unbekannter auf jeden Fall als die Nachbarorte Izola, Koper und Portoroz.

Piran, das ist ein kleines postkartenschönes Städtchen mit einer autofreien Altstadt, in der nicht mal 5000 Manschen leben …

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