Segeln auf der Ostsee

Ein sommerlicher Segeltörn quer über die Flensburger Förde und bis zur Insel Als

Die Sonne strahlt, der Wind bläst böig, das Wasser ist dunkelblau wie ein Ozean. Auf den winzigen Wellenkämmen thronen weiße Schaumkronen, im Gegenlicht der Sonne sieht das Meer aus wie ein Glitzerteppich. Die Genua ist gerefft, „Benno“ rauscht mit Schrick in den Schoten und sechseinhalb Knoten auf das bekannteste Seezeichen der Flensburger Förde zu: die Schwiegermutter.

„Da müsst ihr unbedingt im Fahrwasser bleiben“, hatte Henrik Hussi, Stützpunktleiter des Charterunternehmens Mola Yachting in Flensburg, gewarnt, „gleich daneben ist das Wasser nur noch einen halben Meter tief.“ Klar, eine Schwiegermutter schneidet man nicht, zumindest nicht ungestraft.

Vorgestern hatten wir unsere Bavaria 40 Cruiser übernommen, mit an Bord sind zwei Erwachsene, zwei Jugendliche und zwei Kinder. Es ist Ende Juli, in den meisten Bundesländern sind Sommerferien, „zur Zeit sind fast 80 Prozent unserer Gäste Familiencrews“, erzählte Henrik vorgestern am Steg, während er ohne viele Worte seine 33 Mann starke Stützpunktcrew organisierte.

Von Flensburg aus liegt einem die Ostsee zu Füßen. Der Kleine und der Große Belt, die Insel Fünen, die Dänische Südsee, die Schlei, auch Samsø, Anholt, Kopenhagen und Fehmarn. Doch auf der „Benno“ interessieren diese Ziele niemanden. …

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