Kapverden: Afrika für Anfänger

15 Inseln gehören zu den Kapverden, sie schwimmen vor der westlichen Küste Afrikas im Atlantik und sind schroff und überwiegend unerschlossen

Sie sitzt auf ihrem kleinen Hocker, die Füße in Flipflops, ein buntes Tuch um die Hüfte geschlungen, in der Hand ein spitzes Messer, mit dem sie auf die große Plastikwanne zu ihren Füßen deutet. Ein breites Lächeln huscht über ihr Gesicht, sie stämmt ihren massigen Körper in die Höhe, „que deseja?“, fragt sie, was möchten sie? Zur Auswahl stehen gepökelte Fliegende Fische und Thunfische, ebenfalls getrocknet und mit einer Salzkruste überzogen.

Die Thunfische hat ihr Mann in der Nacht gefangen, erzählt die dunkelhäutige Mittvierzigerin später, sie ziehen durch die Meerengen zwischen den Inseln und gehen den einheimischen Fischern ins Netz. Doch für Europäer ist der Anblick der steifen, trockenen Fische gewöhnungsbedüftig, die meisten gehen vorüber, schlendern weiter, die Hauptstraße von Porto de Tarrafal entlang auf der Insel Sao Nicolau, im Norden des Archipels.

Die Cabo Verde (übersetzt: das grüne Kap) vor Westafrika bestehen aus 15 Inseln, nur neun sind bewohnt und alle sind ganz unterschiedlich: Manche sind grün und hoch und von üppiger Vegetation überwuchert, andere sind trocken und staubig und seit Jahren ohne Regen. Es gibt Inseln mit pechschwarzen Stränden und welche, deren Ufer weiße Traumstrände säumen. Es gibt Dörfer, in denen die Uhren schon seit Jahren stehen geblieben zu sein scheinen und solche, in denen sich Urlauber tummeln. …

back