Kroatiens Toskana: Istrien

Istrien ist eine wahre Naturschönheit – und zwar an der Küste und im Hinterland gleichermaßen

Grün wellt sich das Land bis zum Horizont, Zypressen recken sich kerzengerade in den sommerblauen Himmel, Grillen zirpen, in der Ferne kläfft ein Hund. Ist es nicht ein bisschen wie in der Toskana hier? Damir, ein alter Bauer aus Livade, nickt, „ja“, sagt er, „ein bisschen, aber unsere Städte sind nicht so rausgeputzt wie die toskanischen Orte. Hier sieht es immer noch aus wie vor Hunderten von Jahren!“ Damir lächelt breit und brummt ein „Arrivederci“ zum Abschied. Man lebt zweisprachig hier in Nordistrien, man grüßt mit der kroatischen Variante „Dober dan“ oder auch mit einem italienischen „Buon giorno“, ganz egal, auch die Straßenschilder sind zweisprachig.

Istrien, das ist in erster Linie durch seine Küstenorte bekannt, durch die kleinen Perlen mit ihren malerischen alten Palazzi, mit den glänzenden Plätzen und holprigen Gassen. Durch das kleine Umag im Norden beispielsweise, durch Novigrad, Porec und Vrsar. Und natürlich durch das postkartenschöne Rovinj, eine der schönsten Städte ganz Istriens. Durch die fast 450 Kilometer Küstenlinie, an deren Ufer die Adria plätschert, die so sauber ist, dass schon Jacques Cousteau sie für das sauberste Meer weit und breit hielt.

Doch zuerst ins Innenland, weil auch das einen Besuch wert ist. Damirs Heimat Livade zum Beispiel, ein kleines Dorf mit ein paar Straßen nur, an denen steinalte Häuser stehen. Und das umgeben ist von Wäldern, in denen Trüffel wachsen …

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